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 Der Kampf der Himmelswesen

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NewbieForever
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BeitragThema: Der Kampf der Himmelswesen   Sa Feb 02, 2008 8:30 pm

Der Kampf der Himmelswesen

Der letzte Tag, er ist gekommen,
Um das Ende uns zu bringen.
Jede Hoffnung ist verronnen,
Heut wird man uns niederringen.

Es tobt ein Kampf der Himmelswesen,
Blitz und Donner schlagen ein.
Hast du schon das Buch gelesen?
Nein? Dann lass es besser sein.

Die große Bibel, alt und schwer,
Birgt Hirngespinnst und Tagestraum.
Ohne Märchen wär sie leer,
So wie bald auch dein Lebensraum.

Denn die höllisch Himmelsschlacht,
Sie findet auch auf Erden statt,
Hier fällt der Mensch zum Opfer der Macht,
Die man heraufbeschworen hat.

Du weißt nicht, wer die Guten sind,
Der Kampf der Engel ist brutal.
Vernichtet Vater, Mutter, Kind,
Und lässt der Menschheit keine Wahl.

Du dachtest, Engel wären gut,
Heilig und von weißem Licht,
Nun zeigt sich deren Lust nach Blut,
Es ziert bereits dein Angesicht.

Riesig Axt und brennend Schwert,
Prallen aufeinander nun.
Die Hitz versengt ein Himmelspferd,
Und droht, auch dir es gleichzutun.

Du siehst nicht viel im dichten Qualm,
Vom Feuer, das dein Blut verbrennt,
Du atmest aus dem letzten Halm,
Schon bald man dich vom Leben trennt.

Jetzt hörst du Schreie deiner Lieben,
Eilst dich, um ihr beizustehen.
Doch siehst den Engel sie zerhieben,
Trotz des Bettelns und dem Flehen.

Nun stehst du da, starrst auf die Reste,
Deine Augen leuchten Glut.
Deine Lilith war die Beste,
Und nun liegt sie da im Blut.

Du kannst es länger nicht ertragen,
Fragst, warum sie sterben musste.
Doch keiner könnte dir das sagen,
Einzig der Herr Gott es wusste.

Es wächst nun ein Gefühl in dir,
Im Angesicht der Liebe Blut,
Es hat etwas von Mordesgier,
Denn Furcht und Trauer weichen Wut.

Noch nie hast du zuvor gefühlt,
Was die Wut in dir bewirkt,
Wie sie in deinem Innern wühlt,
Welche Kraft sie in sich birgt.

Du ballst die Fäuste mit Gewalt,
Aus deinen Händen tropft das Blut.
Glaubst, nichts gebietet dir nun Halt.
Du bist besessen von der Wut.

Du hast dich tief in ihr verloren,
Stehst jetzt an der Grenz zum Wahn,
In ihr wirst du neu geboren,
Was hat man dir angetan…

Du starrst noch immer auf die Leiche,
Deiner Lilith, blutbeklebt,
Und dieser Blick stellt dir die Weiche,
Für die Rache, die bestrebt.

Lilith war dein Lebenssinn,
Alles, was dir war von Wert.
Und nun, da dieser Sinn dahin,
Scheint dir die Rachsucht nicht verkehrt.

Du atmest ein, die Rachsucht steigt,
Du schreist mit aller Kraft hinaus.
Du bist dem Tod nicht abgeneigt,
Dein Schrei erschüttert Mann und Haus.

Du liebtest deine Lilith nur,
Trittst atemlos nun zu ihr hin.
Du leistest ihr den Racheschwur,
Und streichst ihr übers blutig Kinn.

Nach letztem Blick in ihr Gesicht,
Wendest du dich von ihr nun,
Um zu folgen deiner Pflicht,
Und blutig Racheakt zu tun.

Es fällt dir schwer,
Von ihr zu gehen.
Fühlst dich leer,
Hörst noch immer ihr Flehen.

In den Minuten, die verstrichen,
Fiel so mancher Engel schon.
Durchbohrt von Schwertes tödlich Stichen,
Und des Widersachers Hohn.

Dies kommt dir nur sehr zugute,
Denn du brauchst, was Engel tötet.
Ziehst die Klinge aus dem Blute,
Die vom Himmelsblut gerötet.

Von Hass und Rachsucht angetrieben,
Spürst du nicht der Klinge Schwere.
Prüfst dich erst in schwungvoll Hieben,
Schwingst das Schwert durch stille Leere.

Du bist nun an das Schwert gebunden,
Bis gerächt ist Liliths Tod.
Achtest nicht auf tiefe Wunden,
Doch sie bringen dich in Not.

Du hast sehr viel Blut verloren,
Doch dein Herz schlägt immer schneller,
Scheinst vom Schicksal auserkoren,
Denn der Himmel färbt sich heller.

Deine Klinge brennt sich fest,
Ist nun mit deinem Arm verbunden,
Den du eng an dich gepresst,
Doch hat der Schmerz dich nicht gefunden.

Was verleiht dir diese Macht?
Ist es Gott? Das glaubst du nicht!
Nun ward es finster wie die Nacht,
Dir ward genommen deine Sicht.

Und plötzlich hörst du Liliths Worte,
Dabei wird dir warm ums Herz,
Beschreitest du die Todespforte?
Oder bringt den Wahn der Schmerz?

Nein,, es ist kein Hirngespinnst,
Es ist Lilith, deine Liebe,
Sie schenkt dir Macht, das du gewinnst,
Und stärkt dein schwaches Herzgetriebe.

Schlagartig besinnst du dich,
Du rennst, doch weißt du nicht den Weg.
Doch eins weißt du ganz sicherlich,
Du wandelst nah am Todessteg.

Lilith gibt die Richtung an,
Du eilst, wohin ihr Geist dich trägt,
Zu finden jenen Engelsmann,
Der Schuld an Liliths Leiden trägt.

Plötzlich wirst du angehoben,
Spürst nun Schmerzen ohne Gleichen.
Fliegst hin, wo noch die Götter toben,
Doch wie sollst du sie erreichen?

Dann findest du denn Quell der Schmerzen,
Denn dein Rückrad aufgerissen.
Etwas bricht aus deinem Herzen,
Schmerzt, als wenn es Stahl zerbissen.

Du drehst panisch deinen Kopf,
Und siehst nun, was mit dir passiert.
Zwischen starkem Blutgetropf,
Sprießen Schwingen, blutverschmiert.

Du beginnst, sie einzusetzen,
Doch durchdringt dich tiefer Schmerz.
Du glaubst, er wird dich gleich zerfetzen,
Doch dann spürst du Liliths Herz.

Nun spricht sie erneut zu dir,
Das lindert alle deine Schmerzen.
Sie bleibt nun bis zum Ende hier,
Denn du trägst sie in deinem Herzen.

Du bist durchs Wolkenmeer gedrungen,
Und der Engel nun in Sicht.
Hast ihn in den Kampf gezwungen,
Angesicht zu Angesicht.

Blitze zucken, Donner knallt,
Der Himmel färbt sich schwarz und weiß.
Noch eben war dir eisig kalt,
Doch nun ist dir gar höllisch heiß.

Ein Kampf entbricht im Himmelsreich,
Erneut erbebt dadurch die Welt.
Einer von euch wird zur Leich,
Wird stürzen aus dem Himmelszelt.

Die Auren aufeinander prallen,
Eure Blicke könnten töten,
Satansgeigen nun erhallen,
Bald wird Blut die Klingen röten.

Es beginnt, du hebst das Schwert,
Dein Gegenüber tut es gleich,
Der ist schon von Hass verzehrt,
Und dich macht Liliths Liebe reich.

Ich stürmt mit aller Kraft nach vorn,
Trefft in der Mitte euren Hass,
Es wird hell, nun weicht der Zorn,
Dann fließt Blut in hoher Mass.

Du hast getroffen, denn das Haupt,
Das einst des Engels Krone trug,
Hat dein Schwertstreich ihm geraubt,
Ist nun auf dem Abwärtsflug.

Doch hat er auch dich durchstochen,
Hörst dein Herz ein letztes Mal,
Höst es immer leiser pochen,
Denn es ward zerfetzt durch Stahl.

Und nun spürst du erneut die Liebe,
Bald bist du mit ihr vereint,
Wenn nur dein Tod dich zu ihr triebe,
Ist dein Leben nun dein Feind.

Der Tod ist nicht der Liebe Ende,
Das nimmt letzten Schmerz vom Stich,
Der Tod ist eine glücklich Wende,
Dort erwartet Lilith dich.
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