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 Dein Reich komme, doch ich gehe!

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NewbieForever
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BeitragThema: Dein Reich komme, doch ich gehe!   Mi Mai 21, 2008 11:15 pm

Dein Reich komme, doch ich gehe!

Ein Schloss, so dunkel wie die Nacht,
Und von schwarzem Tier umflogen,
Scheint, als wär es dunkle Macht,
Die dort die Farben einst entzogen!

Ich bin Herr des dunklen Hauses,
Und ich wohne gern darin,
Fern des „Heile Welt“-Gebrauses,
Wo ich unverstanden bin.

Die Moral ist mein Gericht,
Und mein Traum ist mir real,
Meine Maske mein Gesicht,
Und das Dunkel meine Wahl.

Denn im Dunkel bin ich „echt“,
Und nicht das, was andre sehen,
Weder gut, noch bin ich schlecht,
Und so werde ich vergehen.

Und ich lebe nicht nach Regeln,
Die ein Gott mir auferlegt,
Bin kein Wind in seinen Segeln,
Und sein Schiff bleibt unbewegt.

Vater unser, du bist groß,
Lass die Lüge heilig sein,
Hol die Menschheit auf dein Floß,
Ich hab eigenes Gebein!

Es komme dein Reich?
Dein Wille geschehe?
Ich werde schon bleich,
Weil ich dadurch vergehe!

Wie im Himmel so auf Erden,
Und im tiefsten Höllenschlund,
Möcht ich nicht zum Schäflein werden,
Schlachthausluft ist ungesund!

Mein Fleisch soll verkommen,
Mein Wille geschehen,
Die Schuld ist genommen,
Versuchung gesehen!

Auch heißt es, du wirst uns erlösen,
Von dem Übel, das du bringst,
Doch die Schlucht des furchtbar Bösen,
Wird erst schwinden, wenn du springst!

Geheiligt soll dein Name sein?
Nichts und niemand war je heilig!
Werf den Stein, wer gänzlich rein,
Doch sputet euch, ich hab es eilig!

Ich bin Herrscher über mich,
Richte nur mich selbst dabei,
Wen das stört, dem sage ich:
„Was du drohst ist einerlei!“

Wenn mein Seelenschloss auch dunkel,
Gibt es tief darin auch Licht,
Wie vom Mondlicht das Gefunkel,
Darum fehlt mir nicht die Sicht!

Und auch Gäste sind willkommen,
Ganz egal, an was sie glauben,
Hab mich derer angenommen,
Die mir nicht den Willen rauben!

Kürzlich kam ein Licht geflogen,
Nicht von Gott und nicht von Erden,
Und ich sag euch ungelogen,
Es wird Teil des ganzen werden!
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